Dienstag, 3. Dezember 2013

Datasheets, Formationen und Armychoices...


Da im Moment die Wogen ein wenig hoch gehen, nicht zuletzt dank des GW-Weihnachtskalenders, will ich versuchen mal ein wenig genauer zu schauen was eigentlich wirklich los ist.

Fangen wir dazu an mit den Datasheets. Was war passiert? GW hat uns am 1.12 einfach mal so einen alten Bekannten zurückgeholt, nämlich den Dämonenprinzen Belakor. Für knapp 3€ kann man sich ein Datasheet holen mit ein paar Flufftexten und seinen Regeln. Da ich denke das fast jeder Chaos- oder Dämonenspieler das Modell hat, es ist ja auch ein sehr schickes muss man sagen, bleibt die Frage im Raum was jetzt hier groß der Aufreger ist. Seine Regeln sind nicht so wild, GW hat vorher schon nichts verschenkt und der Preis ist eigentlich relativ Human (auch wenn mich wundert das es kein Bundle gibt mit Modell UND Regeln;) ), daher bleibt eigentlich nur das selbe Problem das wir schon von den anderen Erweiterungen kennen: er ist nur online erhältlich! Genauso wie das Inquisitionsbuch, der Sisters Codex und und und...

Wer kein Ipad (oder ähnliches) hat und sich nicht ein E-Book kaufen mag um es dann auszudrucken, der hat darauf keinen Zugriff. Selbst ich als leidenschaftlicher Spieler und jemand mit ETC Ambitionen habe mir nicht alle Bücher bis dato besorgt. Ich weiß was drinnen steht (im groben), aber da ich die meisten Armeen für die es Extragoodis gibt nicht spiele und es wie gesagt nur E-Books sind (die man also nicht mal ins Regal stellen kann)...mir ist mein Geld zu schade dafür irgendwie.

Versteht mich nicht falsch, nach Jahren der Dürre find ich es großartig das GW endlich anfängt neues zu machen (bzw alte Dinge mit neuen Regeln zu versehen) und die Vielfalt die sich nicht zuletzt dank der Alliierten ergibt ist grandios, aber führt das ganze nicht schlussendlich zu einer Zweiklassengesellschaft? Wer bitte kauft sich den schon jedes Blatt das GW in die weiten des Internets entlässt? Natürlich gibt es andere Mittel und Wege an die Regeln zu kommen, aber selbst das ist kein Garant das man ständig up 2 date ist. Zu schnell wird zuviel gemacht im Moment, was zum Teil dann sehr seltsame Blüten treibt.

War hier das INQ Buch schon ein sehr heftiger Breaker der 2 arriviertere Armeen (Khanbiker und Khornehunde) stark einschränkte ohne dafür irgendeinen relevanten Slot zu verbrauchen, hat GW jetzt noch einen drauf gesetzt und die erste Formation ins Spiel geholtl. Das diese mit Riptide und 6 Kolossen lächerlich ist brauch ich an dieser Stelle sicherlich nicht unterstreichen, das man sie einfach so einpacken kann macht das ganze noch lächerlicher.
Der Aufschrei war dementsprechend laut und nicht wenige haben sich Beschränkungen gewünscht...Beschränkungen, eine Armychoice, das kennt man ja eigentlich nur aus Fantasy oder aus alten 40k Editionen. Ist sowas wirklich notwendig geworden?
Ich sage JEIN.

Zum einen ist das System so wie es ist, nicht zuletzt durch Allierte, ausgeglichen wie schon lange nicht mehr. Es gibt nicht DIE Toparmee. Klar, es gibt immer noch bessere und schlechtere Bücher, aber selbst in den Schlechteren sind zum Teil Dinge enthalten die Sinn machen und die man als Alliierte einpackt (Celestine, SW Runenpriester,..). Hier also den Hebel anzusetzen und zb Allierte zu verbieten (oder Befestigungen) kann nicht Sinn der Sache sein da man damit genau das Gegenteil bewirkt, nämlich das Balancing eigentlich ruiniert. Klar, der Spaß gegen 3 Drachen zu spielen hält sich mitunter in Grenzen, aber genauso unlustig ist es in der ersten Runde 30 Bluthunde vor der Nase zu haben oder in eine Tau-Gunline hineinzulaufen. All das sind aber Sachen und Konzepte, die man mit Allierten aushebeln kann(zum Teil), EGAL welche Armee man eigentlich spielt.
Dennoch bleibt abzuwarten wie sich vorallem Formationen und die bereits angekündigten zwei neuen Bücher (Stronghold und Escalation) in das System einfügen werden. Bleiben sie Extras wie zb Stadtkampf oder bringen sie, ähnlich den Supplements, neue Regeln ein...und wenn ja welche?
Ich denke das uns der Dezember noch einiges an Spannung bringen wird, ein Fazit wird sich wohl erst nach dem letzten Türchen am 24ten ziehen lassen.

Bis dahin: Kühlen Kopf bewahren und immer daran denken: es ist nur ein Spiel ;)

Kommentare:

  1. Grundsätzlich geb ich dir recht was Allis und Besfestigungen betrifft und die Problem, die ich sehe, sind etwas andere und haben nicht viel mit Balancing zu tun.
    1. Wer bitte soll all diese Regeln kennen und sich merken? Wenn also alle diese Erweiterungen zugelassen werden, na dann viel Spaß bei der Erkärungen der Armee, die locker sich locker aus mehr als 6-7 "Büchern" zusammensetzten kann.
    2. Es geht irgendwie das feeling drauf. Ich fand schon bei den Allis manche Kombinationen fragwürdig, allerdings war immer klar: Das is eine Tau Armee, dort ist ein CSM usw.
    Bei den Möglichkeiten die sich jetzt auftun wird es einfach auf Turnierbasis "schönes" 40K mehr geben (Achtung Hypothese). Da besteht dann eine Armee aus SM mit Eldar nem Inqui und der Tau Formation. Was solln das bitte für eine Armee sein? Die besteht dann aus 3-5 SM einheiten, 2-4 Eldar, paar Inqui Truppen und noch Tau.

    Also bitte, dass hat nichts mehr mit 40K zu tun und ich zumindest will 40K auf Turnieren spielen und das bestimmt nicht wegen nur dem tollen balancing und der klar durchdachten Regeln, sondern einfach auch wege dem ganzen drum herum um 40K. Klar und gut is es, dass nicht mehr nur schwarz weiß auf Tuneiren zu sehen is und man Armeen auch mixen kann, aber obs dann unbedingt Regenbogenarmeen sein müssen, weiß ich nicht.

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  2. Es wird halt wie Magic werden, da kannst du dir auch aus allen Farben das Beste zusammenstellen. Ob das gut ist? Naja...es macht das Spiel zwar interessanter, aber besser??

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